Grundschule Havelberg 2016

Kinder sind einfach

das Wunderbarste

auf der Welt

 

 

In meinem Beruf als Lehrerin habe ich vielen Schüler etwas beigebracht und sie begleitet. Eins könnt ihr mir glauben, die Arbeit mit euch hat mir viel Freude bereitet. Ich habe euch alle ins Herz geschlossen. Ihr seid eben meine Besten, auch wenn es Tage gab und gibt, die für uns aufregend und anstrengend waren.

Ich denke da an unsere regelmäßigen Sitzkreisgespräche am Freitag. Zuvor hattet ihr Sportunterricht und meistens war im Umkleideraum entweder bei den Mädchen oder bei den Jungen etwas vorgefallen. Ich hörte mir solche Beschwerden an wie: „Frau Herms, Lisa hat den Ball nicht abgegeben. Pascal hat mich geschubst. Warum dürfen nur die Jungs die Schlüssel für die Umkleideräume holen?“ Das musste ich unbedingt klären. Ich spielte also mal wieder Sherlock Holmes. Wer hat was warum getan? Und solche Gespräche am „Freutag!“ kurz vor dem Wochenende. Einmal äußerte sich Hannah während unserer heißen Diskussion und sagte: „Eigentlich ist das kindisch.“ Für einen Moment war Ruhe und ich dachte bei mir: „Wie wahr!“

Beate Herms

 

 

Erinnerungen

an vier schöne Schuljahre

 

Kinder, wie die Zeit vergeht! Da haben wir uns gerade erst vor „ein paar Tagen“ kennengelernt und müssen plötzlich feststellen, dass es doch schon fast vier Jahre sind! Wenn ich mir manchmal die alten Fotos von unseren vielen aufregenden Klassenveranstaltungen ansehe, muss ich an meine Worte von damals denken. Ich habe immer gesagt, dass ihr ein richtig guter Jahrgang seid. Es ist mir gar nicht schwer gefallen, euch in mein Herz zu schließen und für euch die „Klassenmama“ zu sein. Immer, wenn eure Eltern euch in den ersten Schultagen der 1. Klasse morgens schweren Herzens im „Kinderbergwerk“ zur Schwerstarbeit abgegeben haben, waren die Tränen (der Eltern, ihr habt eigentlich nie geweint, sondern euch sehr auf die Schule gefreut) schnell vergessen und wir hatten gemeinsam Freude am Lernen. Von Anfang an saßen wir an jedem Freitag in der letzten Stunde in einem Kreis zusammen und redeten über unsere Sorgen und auch über die schönen Dinge, die uns bewegten. Erinnert ihr euch noch daran, dass ich euch in der 1. Klasse immer freitags gefragt habe, ob ihr am Montag wieder in die Schule kommt? Ihr habt immer alle „Ja“ gesagt.

Anke Dorsch

 

Der Eichwal

 

Der Eichwal wohnt im Eichenwald,

ist fünfundzwanzig Jahre alt,

noch immer nicht erwachsen.

Er träumt gern und macht Faxen.

 

Er kennt die Vogelstimmen,

würd‘ gern in der Havel schwimmen,

mit den wilden Winden wehn,

sogar in die Schule gehn.

 

Aus seinem braunen Eichelkopf

wächst ihm ein zarter Blütenzopf.

Seine Haut sind Eichenblätter,

schützen ihn bei jedem Wetter.

 

Im Herbst werden sie buntes Laub,

Frost zerbeißt sie dann zu Staub.

Der Winter kleidet ihn weiß ein,

so wird er nie zu sehen sein.

 

In den Pausen liegt er still

auf dem Schulhof rum und will

hören, wie die Hannah keift,

weil Pascal sie heimlich kneift.

 

Und wie gemein der Aaron lacht,

weil Noah Mathe nicht gemacht.

Eichwal mag auch im Ranzeher

mit Buchstaben und Zahlen tanzen.

Sogar in der Federtasche

neben der Getränkeflasche,

selbst zwischen Gummibärchen,

Tierkarten und alten Märchen,

 

merkt Eichwal alles, was geschieht,

was kein andrer hört und sieht.

Achte einfach mal darauf,

was du verstehst, schnell, schreib es auf.

 

Was du lernst und wie du lachst

und auch den Blödsinn, den du machst.

Und alles, alles, was verging,

trägt Eichwal stolz im Jahresring

 

dorothea iser

 

 

Victoria Damer

Der Eichwal

 

Der Eichwal lebt im Eichenwald, er ist sehr nett. Wenn man genau hinguckt, dann kann man ihn gut sehen. Manchmal grüßt er sogar. Seit einigen Tagen hat ihn niemand erblickt. Wo war er nur? Er ist krank geworden und das auch noch an seinem Geburtstag. Der Eichwal war sehr traurig und hat geweint. Er hatte auch keine Freunde. Deswegen konnte ihn niemand besuchen kommen. Jetzt war er noch trauriger. Niemand konnte ihn versorgen, als er so krank war. Dann kamen ein Junge und ein Mädchen. Sie fragten: „Warum bist du so bedrückt?“ Der Eichwal antwortete: „Weil ich krank bin und niemanden habe.“ „Dann können wir doch Freunde sein!“, sagten sie. „Wirklich? Ihr wollt meine Freunde sein?“ Die Kinder sagten: „Ja, das wollen wir sehr gern.“ Der Eichwal dankte den Kindern so sehr, denn er war nun der Glücklichste auf der Welt. Aber das Allerbeste war, dass die Kinder für den Eichwal eine Feier gemacht haben. Dann war er nicht mehr traurig. „Oh, danke, danke für die Feier!“, sagte er überglücklich.

 

Reise durch das Jahr

 

Schüler der Klassen 4b und 4c der Grundschule

"Am Eichenwald"

in Havelberg schreiben ihr Buch

 

 

 

Emma Clara Maß

Rondell

 

Der Sommer ist vorbei.

Starke Winde wehen.

Der Herbst ist schön.

Starke Winde wehen.

Der Herbst ist da,

das find‘ ich wunderbar.

Starke Winde wehen.

Die Blätter färben.